Abitur nachholen
Nicht jeder Schüler empfindet seine Schulzeit als „Segen“ – ganz im Gegenteil. Viele können es kaum erwarten, das ewige Lernen hinter sich zu lassen und beenden die Schule so bald wie möglich. Klar, dass man dann entweder einen Haupt- oder Realschulabschluss, aber kein Abitur in der Tasche hat. Erst später, oft im Berufsleben, dämmert es dem ein oder anderen, dass er eine Chance vertan hat und nun ein vielleicht angestrebtes berufliches Ziel nicht erreichen kann/wird, weil ihm die nötigen Qualifikationen fahlen. Oder er möchte mehr Geld verdienen, was oft nur mit einem akademischen Schluss realisierbar ist.
Das Abitur als Karriereschritt
Um den aber machen zu können, ist ein Abitur die unbedingte Voraussetzung. Nun gibt es in Deutschland glücklicherweise die Option, das Abitur nachzuholen. Natürlich setzt man sich in den seltensten Fällen wieder in eine normale Schulklasse und lernt dort. Nein, wer sein Abitur nachholen will, muss das in Abendkursen und meist parallel zur Arbeit tun. Hat man beispielsweise die Mittlere Reife, also 10 Jahre die Schule besucht und den Realschulabschluss, fehlen einen zum Fachabitur noch zwei, zum allgemeinen Abitur noch drei Jahre plus eine zweite Fremdsprache. Beide Varianten können nachgeholt werden, wobei die meisten sich allein schon, um die zweite Fremdsprache zu umgehen, sich für das Fachabitur entscheiden.
In zwei Jahren wird hier in Abend- und Wochenendkursen das Vermittelt, was Schüler an der FOS, der Fachoberschule im Unterricht auch lernen. Auch das Prüfung ist gleich, schließlich steht das nachgeholte (Fach- oder allgemeine) Abitur dem „regulären“ in nichts nach. Damit kann man nun eine Fachhochschule oder mit dem allgemeinen Abitur auch eine Universität besuchen und hier ein ganz normales Studium aufnehmen. Steht man aber, wie bereits oben schon angesprochen, im Berufsleben, bleibt einen auch hier oft nur die Möglichkeit eines Abend- oder Fernstudiums. Dabei wird dann nochmal ganz viel Eigeninitiative nötig, um diese Belastung erfolgreich zu meistern.